Programm

„Die Politik der Straße"

Der Philosoph und Jugendarbeiter Graeme Tiffany wird die Werte junger Menschen beleuchten und die Wahrnehmung junger Menschen im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt stellen.

Graeme Tiffany:
Vize-Präsiddent der "Föderation für nachgehende Jugendsozialarbeit in Großbritannien", Leeds/Großbritannien
Aktiver Jugendarbeiter, Trainer in Gemeinwesenarbeit, Vortragender & Bildungskonsulent mit besonderer Berücksichtigung der nachgehenden & aufsuchenden Jugendarbeit, Jugendsozialpolitik & Jugendbeteiligung. Dabei bedient er sich in seiner Arbeit philosophischer Werkzeuge um soziales Lernen zu unterstützen!

Auswirkungen für die nachgehende Sozialarbeit mit Jugendlichen im öffentlichen Raum

Im Laufe der Geschichte ist die Straße immer ein politischer Ort und Raum gewesen. Es ist daher nicht überraschend, dass Politik von allem Anfang an einen Einfluss auf die nachgehende Sozialarbeit ausgeübt hat. Heute aber gibt es eine Politik der „weg-von-der Straße-Mentalität“, die versucht, „antisoziales Verhalten“ zu bekämpfen. Es gibt eine Politik, deren höchstes Ziel die Aktivierung von jungen Menschen als Wirtschaftsentitäten ist. Es gibt eine Politik die darauf abzielt, Risikoverhalten durch gesunden Lebensstil zu ersetzen. Zusammen genommen stellen diese Trends signifikante neue Herausforderungen an die Werte und Praxis der Streetworker dar.

In dieser Präsentation sowie im darauffolgenden Workshop werden einige dieser Herausforderungen beschreiben und untersucht, mit besonderem Fokus auf die Arbeit im öffentlichen Raum.

Was können Streetworker tun um eine Ethik aufrecht zu halten, die einer Verpflichtung entspringt, junge Menschen als Menschen zu begegnen statt als Probleme, die eine Lösung verlangen?

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